Liebe werdende Mutter, bei Ihnen wurde eine Schwangerschaft festgestellt.
Sobald im Ultraschall ein Embryo mit Herzaktion gesehen wird, erhalten Sie eine Blutabnahme für Ihren zukünftigen Mutterpass- diesen sollten Sie immer mit zu Ihrem Frauenarzt-Termin mitnehmen und auch sonst immer bei sich tragen.
In jeder Schwangerschaft sind in der Regel 10 Termine vorgesehen.
Ab der 30. Schwangerschaftswoche verringert sich der Abstand auf zwei Wochen.
Ab der 36. Schwangerschaftswoche kommen Sie 1x wöchentlich zu uns.
Diese Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen.
Untersuchungen, welche darüber hinausgehen, muss die Schwangere selbst bezahlen.
Mit Hilfe dieser Untersuchungen können eventuelle schwere Entwicklungsstörungen Ihres Kindes bemerkt werden.
Sollte dies der Fall sein, werden Sie von uns in ein Pränatalzentrum überwiesen.
Nach der Erhebung einer ausführlichen Anamnese erfolgt eine
– Blutdruckmessung
– Urinuntersuchung
– Gewichtskontrolle
– Bestimmung von Eisenwert, Blutgruppe, Rötelntiterbestimmung, Antikörpertest, Lues Suchtest (=bakterieller Erreger der Syphilis), Chlamydien (im Urin) , Hepatitis-Serologie (in der 36. Schwangerschaftswoche)
Der 2. Antikörper-Suchtest wir in der 24.-28.SSW wiederholt.
Falls Sie das Blutgruppenmerkmal „Rhesus negativ“ haben, erhalten Sie danach (in der 28.-30. Schwangerschaftswoche) eine Spritze, um einem möglichen Rhesus-Zwischenfall vorzubeugen.
Eine Schwangerschaftsbescheinigung ist eine Art Attest, auf welchem Ihr Entbindungstermin sowie Ihr letzter Arbeitstag vermerkt werden.
Diese Bescheinigung kostet 11,00 Euro und wird Ihnen von Ihrem Arbeitgeber wieder zurückerstattet.
Jede Schwangere erhält von uns am Anfang der Schwangerschaft umfangreiches Informationsmaterial in Form von Zeitschriften, Broschüren und Flyern.
Bis auf Leistungssport und Sport unter Wettkampfbedingungen,nicht über 140 Schläge/min
Gehen, Laufen, Gymnastik, Wandern
Ja, aber nicht länger als jeweils 10 Minuten und nur 3 Saunagänge.
Ja, aber mit Bedacht: Sie sollten nicht in große Höhen (über 3000m) verreisen, Tropen und impfpflichtige Länder meiden sowie auch keinen Urlaub mit körperlichen Strapazen (z.B.Trekkingurlaube)anstreben.
Auch sollten Sie Länder meiden, in welchen die ärztliche Versorgung unter dem üblichen ärztlichen Standards liegen. Der niedrige Sauerstoffdruck in der Kabine sowie die durchschnittliche Strahlenbelastung (0,03-0,065mSv) stellen kein Risiko für Mutter und Kind dar. Den Mutterpass sollten Sie immer dabei haben.
Die am besten geeignetste Woche ist die 14.-28. Schwangerschaftswoche.
Dies ist eine Diabetes (Zucker)erkrankung in der Schwangerschaft. Etwas 5% aller Frauen ohne vorherigen Diabetes entwickeln eine solche Erkrankung.
Um dies festzustellen, gibt es den sogennanten Blutzucker-Screening-Test, welcher zunächst bei uns durchgeführt wird (24.-27. SSW). Sollte dieser auffällig sein, folgt ein Belastungstest beim Diabetologen.
Grundsätzlich ja, allerdings gibt es in der Regel ein Flugverbot der Airlines für Schwangere circa 4 Wochen vor dem errechneten Entbindungtermin.
Ab dem 35. Lebensjahr sind wir verpflichtet, Ihnen dazu zu raten. Sie sollten aber wissen, dass es auch vor dem 35. Lebensjahr zu Chromosomenveränderungen kommen kann.
Hierzu eine Statistik:
mit 30 Jahren 1 Kind je 1000 Schwangere
mit 35 Jahren 3 Kinder je 1000 Schwangere
mit 40 Jahren 10 Kinder je 1000 Schwangere
mit 45 Jahren 40 Kinder je 1000 Schwangere
Oft ist das sogennante NIPT (nicht invasive Pränataldiagnostik) erwünscht.
Dieser wird ambulant durchgeführt und besteht aus der Messung der Nackenfalte, einer Blutabnahme sowie der Erfassung gewisser mütterlicher Parameter (Alter, Rasse, Körpergewicht).
Dieser Test sollte in der 11.-13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.
NIPT ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen und kostet circa 170.-Euro.
Ein CTG (Cardiotokogramm) ist ein Gerät, welches die Herztöne Ihres Kindes und Ihre Wehentätigkeit auf Papier aufzeichnet.
Bei uns in der Praxis wird das CTG ab der 30. Schwangerschaftswoche geschrieben.
Dies kommt durch die veränderte hormonelle Situation im Körper (durch die Bildung des Schwangerschaftshormons HCG).
In der Regel dauert die Übelkeit nur die ersten drei Monate an.
Nicht in jeder Schwangerschaft tritt eine Übelkeit auf, dies ist individuell sehr unterschiedlich.
Zur Behandlung Ihrer Schwangerschafts-Übelkeit empfehlen wir Ihnen eine homöopathische Behandlung (auch wegen der geringen Nebenwirkungsgefahr).
Grundsätzlich sollten Sie in der Schwangerschaft gar keine Medikamente nehmen (außer homöopathischen Mittel).
Bei Fragen zur Medikamenteneinnahme z.B. auch bei chronischen Erkrankungen sprechen Sie uns bitte persönlich an.
Auch dieses Symptom ist wahrscheinlich auf die Bildung des Schwangerschaftshormons zurückzuführen.
Meist legen sich diese Beschwerden auch nach den ersten drei Monaten.
Sie sollten in der Schwangerschaft keine Blutungen haben!
Wenn dies der Fall ist, möchten wir Sie bitten, bei uns anzurufen, um einen Termin zu vereinbaren.
Außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich bitte an das Krankenhaus.
Durch den Druck gegen das Kreuz-Darmbeingelenk kommt es in der Schwangerschaft oft zu Rückenbeschwerden.
Wir empfehlen Ihnen Rückenschwimmen oder Yoga.
Außerdem sollten Sie auf hohe Absätze verzichten.
Bei orthopädischen Problemen überweisen wir Sie an die entsprechenden Fachärzte für Orthopädie.
Bei starker und zunehmender Krampfaderbildung bekommen Sie von uns ein Rezept für eine Stützstrumpfhose.
Sodbrennen in der Schwangerschaft kann entweder schulmedizinisch mit Kautablletten oder homöopathisch behandelt werden. Außerdem empfehlen wir eher kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen und mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen, falls dies für Sie möglich ist.
Sollten Sie in der Schwangerschaft Bauchschmerzen haben, möchten wir Sie bitten, bei uns in der Praxis einen Termin zu vereinbaren.
Ja, 7 Wochen vor dem Entbindungstermin müssen Sie uns dies mitteilen.
Sie erhalten von uns dann eine Bescheinigung über Ihr Mutterschaftsgeld.
Zähne und Zahnfleisch sind in der Schwangerschaft sehr empfindlich, das das Gelbkörperhormon (Progesteron) das Gewebe lockert und das Zahnfleisch somit anfälliger wird. Auch Ihr Kind verbraucht Kalzium, welches die Zahnsubstanz beeinträchtigt.
Die Talg-und Schweißdrüsenproduktion ist in der Schwangerschaft oft gesteigert, gerade wenn Sie vorher lange die Antibabypille genommen haben. Wir bieten in diesem Fall auch gerne eine homöopathische Behandlung an.
Wir empfehlen Ihnen pflanzliche Öle oder eine Zupfmassage.
Für nähere Erklärungen sprechen Sie uns bitte an.
Grundsätzlich sollten sich Schwangere nicht impfen lassen. Ausnahme: bei Wundstarrkrampfgefahr (Tetanus)
In Ihrer Schwangerschaft darf selbstverständlich in Maßen Kaffee getrunken werden.
Davon raten wir ab, da Dauerwellenflüssigkeiten sowie chemische Substanzen in gewissen Sprays leider nicht fundiert genug untersucht sind.
Alkohol führt u.a. zu Fehl-und Mißbildungen sowie Intelligenzdefiziten. Daher raten wir während der gesamten Schwangerschaft davon ab.
Der Mutterpass ist aus mehreren Gründen sehr wichtig: wenn Sie zum Beispiel einmal nachts notfallmäßig ins Krankenhaus müßten oder ein Unfall einträte,sollte der Mutterpass ein wertvolles Dokument in Ihrer Handtasche sein, damit man sofort weiss, dass Sie schwanger sind, auch wenn es anfangs noch niemand sieht. Sie sollten das Dokument daher immer bei sich tragen.